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CMYK-Farben

CMYK (für Cyan, Magenta, Yellow und Key=Schwarz) ist der Farbmodus für den Skalen-Vierfarbendruck. Im Gegensatz zu den meisten anderen Farbmodi, die im Farbworkflow relevant sind, besitzt er 4 Farbkanäle und benötigt daher mindestens 32 Bit pro Pixel (4×8). CMYK ist im Idealfall das Endprodukt digitaler Farbbehandlung – der sinnvolle Abschluss des Color Management Workflows.

CMYK beruht auf dem Prinzip der subtraktiven Farbmischung, die nicht nur komplexer als die additive, sondern zusätzlich sehr stark produktionstechnisch beeinflusst ist. Anders als etwa bei RGB-Farben, spielen bei der mathematischen Beschreibung von CMYK-Farben und deren Farbräumen Formeln und Funktionen eine sehr untergeordnete Rolle. Die Ergebnisse im Vierfarbendruck sind von so vielen »analogen« Faktoren abhängig, dass ohne Messwerte gar nichts geht. Wir haben es hier also mit einer »empirischen Wissenschaft« zu tun, deren Gesetze sich mathematisch gegenwärtig nicht eindeutig formulieren lassen. Das hat Konsequenzen…


Drucken in CMYK

Ohne geeignetes Farbprofil für das jeweils verwendete Druckverfahren inklusive Druckmedium kann man im ICC Color Management Workflow keine guten Ergebnisse erzielen. Derartige Maschinenprofile sollten von Druckereien und Druckerherstellern zur Verfügung gestellt werden, leider ist das nur selten der Fall. Da die Idee der individuellen (und aufwendigen) Maschinenprofilierung nicht zu fruchten scheint, ist man dazu übergegangen, Druckstandards und Standard-Farbprofile (wie z.B. »ISOcoated«) zu etablieren und diese durch Zertifizierung verbindlich zu machen.


CMYK-Farbprofile sind groß.

Sie bestehen (intern) aus Tabellen von Tausenden Messwerten und können daher über 2 MB in Anspruch nehmen. Das Einbetten solcher Profile in Dokumente wirkt sich - vor allem bei kleinen Dateien - merklich auf den Speicherplatzbedarf aus.


CMYK-Farben sollte man nicht verändern

Nachdem das praktische Druckergebnis wesentlich von Faktoren wie dem Schwarzaufbau und dem Gesamtfarbauftrag abhängt, soll man an CMYK-Farben nicht zu viel »herumdrehen«:

  • Farbkorrekturen im CMYK-Modus sind nur sehr eingeschränkt und nur in den Mittelbereichen durchzuführen.
  • Gröbere Eingriffe und Manipulationen sind tabu!
  • Wiederholtes Hin-und-her-Konvertieren zwischen RGB (oder L*a*b) und CMYK sind der Bildqualität abträglich.

Sinnvoll ist also, erst dann zu in CMYK umzuwandeln, wenn die Bildbearbeitung abgeschlossen ist.


Darstellung von CMYK-Farben am Monitor

kann nur eine Näherung sein, wenn auch im Idealfall eine sehr gute. Aus den physikalischen Unterschieden der beiden Farbmischsysteme, viel mehr aber noch durch Einflüsse des Umgebungslichtes und Schwankungen in den Produktionsprozessen resultiert, dass es keine 100%igen Vorhersagen für CMYK-Farben am Bildschirm geben kann. Gut eingerichtete Farbworkflows und -arbeitsplätze ermöglichen eine »hinreichende« Darstellungsqualität, die mit ausreichend Erfahrung auf Benutzerseite auch sehr hohe Anforderungen erfüllen kann. Ohne diese Voraussetzungen liegen CMYK-Farben oft völlig daneben.